Billstedt - ist ein Stadtteil im Osten von Hamburg im Bezirk Hamburg-Mitte
Hamburg-Billstedt
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- Billstedt ist ein Stadtteil im Osten von Hamburg im Bezirk Hamburg-Mitte.
Geografie
Innere Stadtteilgliederung
Im westlichen Teil an der Grenze zu Hamburg-Horn überwiegt eine niedriggeschossige Bebauung von früheren Arbeitersiedlungen, teils auch als Reihenhaussiedlungen mit angeschlossenen Hintergärten.
Im Nordosten deckt sich die Bezirksgrenze mit dem Verlauf der Autobahnen A 24 und A1, die hier am Kreuz Hamburg-Ost zusammentreffen. Auf Billstedter Gebiet liegen dabei die Autobahn-Anschlussstellen Hamburg-Jenfeld (A 24) sowie Hamburg-Öjendorf und Hamburg-Billstedt an der A1. Dazwischen liegen in dem Viereck bis zum Jenfelder Bach bzw. dem ehemaligen Stadtteil Schiffbek im Westen und bis zur Glinder Straße bzw. der Siedlung Öjendorf im Süden 4,5 Quadratkilometer weitgehend unbebauter Fläche. Diese besteht größtenteils aus dem Öjendorfer Friedhof und dem Öjendorfer Park mit dem etwa 0,5 Quadratkilometer großen Öjendorfer See.
Der Öjendorfer Friedhof ist mit einer Fläche von einem Quadratkilometer der zweitgrößte von Hamburg. Der Öjendorfer See war ehemals eine Kiesgrube und der angrenzende Park steht zum großen Teil auf hier abgelagerten Trümmern der im Weltkrieg zerbombten Hamburger Innenstadt. Von 1949 bis 1954 führte hier die "Trümmerbahn" von Hamm durch die Straßenzüge Hermannstal - Kattensteert - Schiffbeker Höhe - Öjendorfer Weg zum Kieswerk. Dieses offengelassene Gelände wurde 1968 durch Schulpraktika unter Leitung von Landschaftsgärtnern zum Öjendorfer Park umgewandelt.
Der südliche Teil in dem Dreieck zwischen dem Straßenzug Schiffbeker Höhe /Glinder Straße und der Autobahn-Anschlussstelle Hamburg-Billstedt ist weitgehend mit Einfamilienhäusern bebaut. Der südöstliche Zipfel an der Grenze zu Oststeinbek und zum Bezirk Bergedorf wird von der Hochhaussiedlung Mümmelmannsberg eingenommen.
Im nördlichen Teil, der an Jenfeld grenzt, liegt die kleine Hochhaussiedlung Dringsheide.
Eine typische "Stadtkernbebauung" mit mehrgeschossigen Häusern und Ladengeschäften ist nur im Bereich der südlich an der Grenze zu Hamburg-Billbrook gelegenen Gabelung der Möllner Landstraße und der Billstedter Hauptstraße anzutreffen. Hier liegt auch rund um den U-Bahnhof Billstedt das Stadtteilzentrum mit Ortsamt, Einkaufszentrum und zentralem Busbahnhof. Die Südgrenze bildet die namensgebende Bille.
Nachbarstadtteile und -gemeinden
Der Stadtteil wird umgrenzt von:
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Marienthal und Jenfeld (Bezirk Wandsbek) im Norden ,
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Barsbüttel, Oststeinbek (beide Kreis Stormarn) im Osten,
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Lohbrügge und Billwerder (Bezirk Bergedorf) im Südosten,
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Billbrook (Bezirk Hamburg-Mitte) im Süden und
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Horn (Bezirk Hamburg-Mitte) im Westen.
Geschichte
Billstedt entstand 1928 als Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Dörfer Kirchsteinbek, Öjendorf und Schiffbek. Im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes wurde es 1937 nach Hamburg eingemeindet. Anfang der 1970er Jahre wurde die Großwohnsiedlung Mümmelmannsberg erbaut.
Kirchsteinbek
Erstmals wird der Ort 1212 als Steinbek urkundlich erwähnt. Der Name geht auf die Glinder Au, den den Ort teilenden steinigen Bach, zurück. Mit dem Bau der ersten Kirche 1239 wird das Dorf auch Kirchsteinbek genannt. 1321 wird erstmals eine Kornmühle im Ort genannt. Seit diesem Jahr gehört er auch zum Kloster Reinbek und wurde Zentrumsgemeinde eines Kirchspiels, zu dem 18 weitere Dörfer gehörten. Nach der Reformation und der damit verbundenen Auflösung des Klosterbesitzes kommt Steinbek zum landesherrlichen Amt Reinbek.
Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen wurde der Ort endgültig in Kirchsteinbek umbenannt und dem neu gegründeten Kreis Stormarn zugeordnet. Mit Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 kam der Ort zum Amtsbezirk Schiffbek. Seit ca. 1900 begann die Verstädterung der bisher dörflichen Gemeinde. 1927 wurde Kirchsteinbek mit Schiffbek und Öjendorf zur neuen Großgemeinde Billstedt zusammengelegt. Es hatte damals 2.154 Einwohner.
Öjendorf
Öjendorf wurde 1224 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1265 gehörte das Dorf zum Kirchspiel Kirchsteinbek. Zuvor waren die Bewohner - wie auch die aus Schiffbek - nach Hamburg zur Hauptkirche St. Jacobi eingepfarrt. Öjendorf war stets der kleinste der drei Teilorte. Zum Zeitpunkt der Gründung Billstedts wohnten nur knapp 700 Menschen dort. Noch heute sind einige alte Bauernhäuser im Ort erhalten.
Die Freiwillige Feuerwehr Öjendorf wurde offiziell im Jahr 1890 gegründet, wobei Dokumente schon im Jahr 1880 eine Feuerwehr in Öjendorf aufzeigen.
In Öjendorf liegt das Naherholungsgebiet Öjendorfer See und der Hauptfriedhof Öjendorf , der 1966 als zweiter Hauptfriedhof Hamburgs angelegt wurde.
Schiffbek
Wie Kirchsteinbek wurde 1212 auch Schiffbek erstmals urkundlich erwähnt. Zwar war der Ort dem Hamburger Domkapitel tributpflichtig, verwaltungsmäßig gehörte er jedoch zum Kloster Reinbek, nach der Reformation dann zum landesherrlichen Amt Reinbek. Mit Gründung der Jutespinnerei 1881 zogen viele Arbeiter aus Polen und Böhmen nach Schiffbek, das daher Ende des 19. Jahrhunderts auch eine römisch-katholische Gemeinde erhielt.
Im Rahmen des Hamburger Aufstandes der KPD wurde am 23. Oktober 1923 die Polizeiwache überfallen und die dort liegenden Waffen erbeutet. Schiffbek entwickelte sich zu einem Zentrum des Aufstandes. Zum Zeitpunkt der Bildung Billstedts hatte der Ort knapp 9.000 Einwohner.
Das ehemalige Dorf bildet heute das Zentrum Billstedts. Hier sind Ortsamt, Einkaufszentrum und Fußgängerzone vorhanden.
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Stand: 12.02.2009
Billstedt´s